„Ich habe deine Kinder Hänsel und Gretel entführt. Willst du sie wiedersehen? Dann öffne das Video!“ – diese E-Mail erreichte Professor Alfons Auburg, als er beim Ferienspaß 14 Kinder in seinem Labor begrüßte. Angemeldet zu einem Wissenschaftler-Quiz steckten die 9 bis 13jährigen Kinder plötzlich mitten in einem Abenteuer.

Die Story, die sich das Mitarbeiter-Team der Evangelischen Jugend Wagenfeld selbst ausgedacht hat: Der Professor soll 310.720,18 Euro Lösegeld bezahlen (das Datum der Veranstaltung). Doch wer ist der Täter? Woher das Lösegeld? Und was hat das alles mit dem Trinkwasser von Wagenfeld zu tun?

In drei Gruppen ging man wie Detektive diesen Fragen auf den Grund. Wie gut, dass Hänsel und Gretel im Entführungsvideo versteckte Hinweise geben konnten. Die Worte „Abstellraum“, „unterm Dach“ und „Eßraum“ brachten die teilnehmenden Kinder auf die richtige Fährte. Denn hier hatten die entführten Kinder ihre Samsung Galaxy Tablets versteckt. Per Audionachricht hörte man: „Vor ein paar Tagen haben wir eine verdächtige Person an der Auburg-Quelle gesehen. Wenn uns etwas zustößt, haben wir Recht und der Mann hat das Wasser vergiftet. Was wir wissen, haben wir in der Actionbound App gespeichert. Also helft uns!“

Mit diesem Auftrag machten sich die Kinder mit ihren Teamer_innen auf den Weg. Zunächst musste per GPS-Signal die richtige Strecke gefunden werden. An der Auburg Quelle fand man dann ein Reagenzglas mit einer seltsamen Formel. Nur wenn man die richtige Bezeichnung im Tablet angeklickt hatte, zeigte die App den weiteren Weg. Dieser führte zum Brauhaus, wo durch ein Spiel das vergiftete Wasser entsorgt werden musste. Auch die Apotheke für das Gegenmittel und das Bankinstitut für das Lösegeld musste besucht werden.

Die alte Dame am Meritus brachte dann den entscheidenden Hinweis: Ihr Enkelsohn Lukas hat viele Schulden, wurde gekündigt und wollte sich an seinem Chef (ein Getränkeunternehmer ohne Namen) rächen. Und das alles, obwohl er doch so christlich und kirchennah erzogen wurde.

„Okay, alles klar.“, sprach stolz ein Junge aus der Gruppe und nach der erfolgreichen Festnahme des Täters im Bibelgarten konnten die entführten Opfer hinter dem Altar befreit werden.

Ingo Jaeger, Ev. Kreisjugenddienst

 

 

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