Geplant war es schon im vergangenen Jahr und musste dann doch – wie so vieles – verscho­ben werden. Jetzt aber ist es im September so weit: Unsere Kirchengemeinden bekommen Be­such vom Superintendenten – „Visitation“ nennt sich das. Eigentlich findet eine Visitation alle sechs Jahre statt – die letzte Visitation in Wagenfeld liegt allerdings schon zwölf Jahre zurück.

Regelmäßige Visitationen, regelmäßige Besuche in den Kirchengemeinden gibt es schon seit der Reformationszeit, also seit etwa 500 Jahren. Es ist klar, dass sich seitdem einiges geändert hat: Visitation findet heute nicht mehr „von oben herab“ statt, sondern im Dialog. Sie soll vor allem der Weiterentwicklung der Gemeindearbeit dienen.

Superintendent Marten Lensch schreibt in seinem Brief an den Kirchenvorstand:

  • Zuerst einmal ist sie (die Visitation) ein „geschwisterlicher Besuchsdienst, das heißt das Visitationsteam und ich besuchen Ihre Kirchengemeinde und lernen Sie kennen.
  • Es soll wahrgenommen werden, wie in der Gemeinde der kirchliche Auftrag, das Evangelium zu verkündigen, umgesetzt wird.
  • Die Visitation soll helfen, Entwicklung der Gemeinde zu verstehen, neue Entwicklung anzuregen und ggf. gemeinsam Ziele zu erarbeiten.
  • Durch die Visitation soll die Zugehörigkeit der Kirchengemeinde zum Ev.-luth. Kir­chenkreis Grafschaft Diepholz und auch zur Ev.-luth. Landeskirche Hannovers ver­deutlicht werden.
  • Schließlich gehört zu einer Visitation auch der Blick auf die Anwendung kirchlicher Ordnungen in Ihrer Kirchengemeinde.

Im Mittelpunkt der Visitation steht der Visitationsgottesdienst am 19. September (zugleich Konfirmation). Natürlich werden Superintendent Lensch und das Visitationsteam auch Ge­spräche mit dem Kirchenvorstand sowie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirchen­gemeinde führen. Geplant sind außerdem Begegnungen und Gespräche mit den örtlichen Schulen, den Kindertagesstätten, den Altenpflegeheimen, der Feuerwehr, der Moschee und ortsansässigen Firmen. Denn das Visitationsteam will auch das „Umfeld“ kennen lernen, in dem wir unsere Arbeit tun.

Die Visitationen in Wagenfeld und in Ströhen finden unmittelbar nacheinander statt und sind miteinander verzahnt. Denn es geht auch um die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwi­schen den beiden Kirchengemeinden. Auch die weitere Entwicklung über 2027 hinaus (dann gehen Steinmeyers voraussichtlich in den Ruhestand) wird wohl schon in den Blick kommen.

Nicht zuletzt ist die Visitation auch eine Gelegenheit für Gemeindeglieder, mit dem Superin­tendenten oder anderen Mitgliedern des Visitationsteams ins Gespräch zu kommen. Der Kon­takt dazu kann über das Pfarramt oder direkt (0 54 41 / 34 20) aufgenommen werden.

Wir heißen Marten Lensch und das Visitationsteam herzlich willkommen in unseren Kirchen­gemeinden!