Lieber Herr Horstmann, im Frühjahr 2018 haben Sie Ihre Arbeit auf unserem Friedhof begonnen. Was haben Sie vorher gemacht?
M.H.: Ich habe Rettungsassistent gelernt und diese Tätigkeit gute 8 Jahre ausgeübt. Danach war ich weiter im sozialen Bereich  beschäftigt und habe einen älteren Herrn 14 Jahre betreut und gepflegt.

Wie gefällt ihnen Ihre Aufgabe? War es schwer, sich in die Arbeit und Atmosphäre des Friedhofs einzufinden?
MH.: Ich liebe das Arbeiten in der Natur und das Gestalten von Gärten und Anlagen. Gerne trage ich dazu bei, dass an diesem Ort der Stille etwas Frieden und Trost gefunden werden kann. Ein respektvoller Umgang mit Toten und Trauernden steht für mich im Vordergrund.

Sie sind mit einer halben Stelle angestellt und v.a. in Zeiten aktiv, wenn Oliver Symkenberg nicht da ist. Wie organisieren Sie sich?

M.H.: In einem guten Team ist es selbstverständlich, sich abzusprechen. Die Arbeit auf dem Friedhof ist planbar und kann gut eingeteilt werden. Die flexiblen Arbeitszeiten werden dem Bedarf angepasst.

Ein Friedhof ist ein besonderer Ort. Menschen, die hierher kommen, sind oft tief bewegt. Gleichzeitig müssen die Arbeiten gemacht werden.
Wie erleben Sie diese Spannung?

M.H.: Wichtig ist es, im Hintergrund ruhig zu arbeiten (wenn möglich), auf die Friedhofsbesucher Rücksicht zu nehmen und ein Feingefühl für Menschen und Stimmungen zu haben.

Ein Friedhof soll ein Ort des Friedens sein – was gefällt Ihnen an unserem Friedhof – und wo sehen Sie Veränderungsbedarf?

M.H.: Dieser Friedhof bietet ruhige, würdevolle letzte Ruhestätten und einen Ort, an dem Angehörige gerne inne halten um ihren Verstorbenen gedenken zu können. Meine Veränderungsvorschläge betreffen den Hauptweg, das Urnenrasengräberfeld und den Bereich um die Kapelle. Das alles könnte aus meiner Sicht noch ansprechender gestaltet werden.

Vielen Dank, alles Gute und Zufriedenheit bei der Arbeit!