Ungemütlich – kalt und dunkel,

unfreundlich – missgelaunt und ständig müde.

 

Doch dann an diesem Ort dies Licht,
ein Engel warm sein Wort hier spricht:
„Gott kommt und lacht uns sanft schon dort
mit Kinderaugen ins Gesicht.“
(Dichtung aus dem „Hirtenblues“ von Dieter Rudolph)

Mit dieser Wärme hatte er nicht gerechnet. Jemand der sich ihm zuwandte? Konnte das sein? Träumte er noch – nein, dazu fühlte es sich doch zu real an. Er zwickte sich in den Arm. „Aua“ – die Wärme sie blieb. Bisher hatte er nicht an Engel geglaubt, doch was hier passierte, konnten nur Boten dessen sein, der auch der Höchste genannt wurde. Er machte die Augen zu und schlug sie wieder auf. Was hier passierte, glaubte ihm doch kein Mensch und doch passierte es und die Menschen nach ihm würden noch lange darüber rätseln, aber auch feiern und sich freuen: Diese Welt ist nicht verloren. Gott kommt und lacht uns sanft schon dort mit Kinderaugen ins Gesicht, auf dass es hell und warm werde um uns herum. Unser Leuchten zum Licht für andere werden kann im Glauben daran, dass Gott nichts und niemanden auf der Welt sowie auch diese Welt an sich nicht verloren geht. Gott kommt und lacht uns sanft schon dort mit Kinderaugen ins Gesicht und so mögen wir mit- und aneinander wachsen, Gott, diese Welt, du und ich.

Miteinander unterwegs im Übergang in ein neues Jahr, 2020 hinter uns, das neue Jahr vor uns – erwartet voller Spannung, voller Sorge, aber vielleicht auch in Vorfreude. Das Licht von Weihnachten im Herzen und die Wärme im Rücken – erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Er kommt und lacht uns sanft schon dort mit Kinderaugen uns Gesicht, auf dass diese Welt und wir in ihr es jeden Tag ein Stück heller und wärmer werden lassen.

Gott mit Euch!
Ihre und Eure Pastorin in Ströhen und Wagenfeld, Kerstin Wackerbarth