Ostern – Hoffnung auf Leben in Frieden

Am Ostermontag haben wir ein wunderschönes Fest gefeiert. In der Halle an der Pilotenstraße war die Bühne aufgebaut. Die Flüchtlinge und Konfirmandinnen haben ein Improvisations Theater gespielt.  Der Inhalt des Stückes:

  1. Akt: Das Leben in Syrien

In der Schule singen die Kinder vor dem Unterricht die Nationalhymne. Ein Volkslied über die Gnade Gottes und das schöne Land in dem sie wohnen.

Der Lehrer kontrolliert die Kinder. Plötzlich hat Idris seine Jacke falsch herum angezogen! Der Lehrer befiehlt ihm die Jacke richtig anzuziehen – da erscheint ein Tattoo auf dem Arm des Schülers – eine riesige schwarze Spinne! Die Geheimpolizei sieht alles, und schon wird sie aktiv…

Als sie Idris schnappen wollen, sehen die Polizisten wie zwei Jungs „Assad muss weg“ an die Wand schreiben. Nun schnappen sie die beiden – von ihnen wird nie wieder etwas gehört oder gesehen werden!

Esra kommt mit ihrer Freundin von der Schule nach Hause. Ihre Mutter hat Besuch von Nachbarn. Esra erzählt die Sache mit dem Tattoo. Die Mütter sind entsetzt! Die Frauen haben Angst um die Kinder, Angst um das nackte Leben!

Der Lehrer ermahnt die Kinder, sie sollen keine Tattoos aufmalen und keine Sprüche an die Wand schmieren. Eine Vorstellungsrunde beginnt…

Nach der Schule sitzen sie im Café und spielen Karten. Plötzlich kommt die Polizei, schnappt Idris und verschleppt ihn.

Aus dem Schreck entsteht ein Tumult, und eine spontane Demonstration entwickelt sich. Sie rufen nur „Freiheit“ – „Freedom“.

Und wieder kommt die Polizei. Jetzt schießen sie rücksichtslos mit scharfer Munition in die Demonstration. Menschen sterben, ein kleiner Junge auch.

  1. Akt: Von Syrien ins benachbarte Ausland

Die Menschen im nahen Osten kennen die Kriege seit Jahrzehnten. Sie flüchten meistens ins Nachbarland und finden dort Unterschlupf. Nach einer Zeit gehen sie wieder nach Hause. Oft werden die Camps später ein paar Kilometer versetzt und sind dann im Nachbarland, weil der Krieg auch umgezogen ist.

Ali sucht Arbeit als Ingenieur, der Chef hat aber schon welche. Er kann bei ihm als Schlosser arbeiten. Einheimische bekommen 1.500 $. Weil so viele Menschen Arbeit suchen, bekommt Ali nur 800 $! „Außerdem bist Du auch noch fremd, sei froh dass ich dich überhaupt nehme!“ sagt der Chef. Wenigstens etwas denkt Ali und stimmt zu.

Ali sucht auch eine Wohnung – der Chef empfiehlt einen Vermieter. „Du kannst mit Frau und Kindern bei mir wohnen. Du wirst nicht alleine sein, es sind schon Besucher in der Wohnung, kleine graue mit vier Beinen und langem Schwanz. Und achtbeinige besuchen dich auch –so bist du nie einsam!“ sagt der Vermieter.

Die Miete wäre eigentlich 300 $, doch es kommen so viele Fremde, da habe ich die Auswahl. Gib mir 600 $ und du kannst einziehen. Heizung und Strom brauchst du nicht extra zahlen – das gibt es sowieso nicht. Wasser gibt es – aber das  kannst du an der Pumpe im Garten holen.

Was sollen wir nur machen? Wir sind:

ratlos – hilflos,  verachtet – geächtet, geschändet – …

Wir steigen in die Arche Noah und gehen nach Deutschland. Dort hoffen wir auf Schutz vor Gewalt!

  1. Akt: Die Bewahrung durch Gott – Ankunft in Wagenfeld

Ansprache: – Pastor Michael Steinmeyer

In Wagenfeld finden sich Paten. Menschen die sich mit Leidenschaft um die Flüchtlinge kümmern und Ihnen bei allem helfen.

Mitarbeiter der Gemeinde und Paten holen die Flüchtlinge am Bus ab.

Ein Paar steigt aus dem Bus aus. Die Frau ist hochschwanger – drei Tage später wird Ajenda geboren. Ajenda heißt: „Zukunft“!

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