Die schärfste Kritikerin meines Handeln und Lebens steckt in mir selbst: Hier hättest du noch und da hättest du das auch noch schöner, besser und ausgefeilter machen können. Manchmal bleibt von der inneren Freiheit, die dem Christenmenschen in seinem Glauben durch Gott zugesprochen ist, nicht viel übrig. Wie wohltuend ist dann die Stimme, die in Zeiten der Aufregung, der Hektik und größter Verunsicherung sagt: Es ist gut. Verlange nicht mehr von dir als du in der Lage bist zu leisten, denn es ist gut – gut genug für ein Leben.

Wie gehst du mit dir um? Wie gehst du mit den Menschen um dich herum um? Wie gehen wir als Menschheit mit unserer Umwelt, mit Gottes Schöpfung, um? Woher nehmen wir die Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit? Wonach sehnen wir uns?

Christenmenschen in aller Welt wenden sich an Gott mit ihren Fragen, Sehnsüchten und in ihren Nöten; wenden sich an Gott und manch einer wird fragen: „ Herr, wie lange? Wie lange noch wird es dauern, bis wir begreifen; begreifen was es bedeutet, dass du für uns gestorben und auferstanden bist zum ewigen Leben?“

Gott ist das Leben und deshalb: Weil wir Menschen atmen und leben, steckt ein Stück Gottes in einem jedem und einer jeden von uns. Das ist gut und reicht für ein Leben. Ich brauche es nicht immer besser und ausgefeilter zu machen. Ich gebe, was ich kann und das ist gut genug – „Nicht mehr als die tiefe Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Augen voller Liebe für die Ängste dieser Zeit. Nicht mehr als ein Wort, das auch am nächsten Tag noch zählt und eine Haut, der Zärtlichkeit gefällt. Das ist gut, das ist gut genug für ein Leben.“

Mit offenen Augen durch die Welt: Streit und Selbstgerechtigkeit nicht das letzte Wort behalten lassen, auch wenn sie es so gern behielten. Stattdessen: Hände, die einander halten, und das Gefühl bei sich und in dieser Welt angekommen zu sein. Gott sagt: „Das ist gut; das ist gut genug für ein Leben.“

Es grüßt Sie, Ihre Pastorin in Ströhen und Wagenfeld,
Kerstin Wackerbarth

Lade...