Ströhen und Wagenfeld – zwei eigenständige Kirchengemeinden unterschiedlicher Größe, die jedoch stärker aufeinander angewiesen sind als noch vor etwa 20 Jahren. Das macht sich mo­mentan durch die Vakanz der Ströher Pfarrstelle besonders deutlich bemerkbar; gegenseitige Ergänzung, Unterstützung und Vertretung werden aber auch dann weiterhin nötig sein, wenn eine neue Pastorin oder ein neuer Pastor für Ströhen gefunden ist. Dass christliche Gemeinden aufeinander angewiesen sind, ist übrigens kein Makel, sondern nach dem Zeugnis des Neuen Testaments der Normalzustand.

 

In den vergangenen Jahren hat sich zwischen unseren beiden Kirchengemeinden eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit entwickelt – jüngstes Beispiel waren die beiden gemeinsa­men Vorstellungsgottesdienste der Konfis. Immer am letzten Sonntag im Monat, in den Sommerferien und zu besonderen Anlässen werden Gottesdienste abwechselnd in beiden Or­ten gemeinsam gefeiert – Weihnachten, Ostern und Pfingsten ist auch Preußisch Ströhen mit von der Partie. Das Auto der „Nachbarschaftshilfe“ wird gemeinsam genutzt; auch die „Wagenfelder Tafel“ ist ein gemeinsames Projekt. Zweimal jährlich tagen die beiden Kir­chenvorstände gemeinsam; und im Februar haben sie sich zusammen auf den Weg in die Heimvolkshochschule Loccum gemacht, um Bilanz zu ziehen und Schritte für die Zukunft zu verabreden. Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen: „Wie kommen wir gut durch die Zeit der Vakanz?“, „Wie finden wir geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zu den Kirchenvorständen im März 2018?“ und „Was brauchen wir, um weiterhin gut zusammenzu­arbeiten?“ Unter der Anleitung von Susanne Claus (Mitarbeiterin der HVHS) und später auch in geselliger Runde entstanden Ideen, von denen hier als Beispiele ein gemeinsamer Stand auf dem Wagenfelder Großmarkt und eine Gemeindeversammlung genannt seien – beide mit dem Ziel, die Öffentlichkeit über die Arbeit der beiden Kirchengemeinden zu informieren und für die KV-Wahl zu werben.

 

Nach einem Wochenende mit viel Nachdenken, aber auch Spaß und gutem Essen konnten die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus beiden Kirchengemeinden sagen: „Wir fühlen uns gut vorbereitet auf die Pastorensuche für Ströhen und können mit Überzeugung Menschen dazu einladen, sich im nächsten Jahr zur Wahl in den Kirchenvorstand zu stellen.“ Nicht wenige gaben die Bereitschaft zu erkennen, für diese wichtige Arbeit auch über 2018 hinaus zur Verfügung zu stehen – in zwei Kirchengemeinden, die gern voneinander und von den unterschiedlichen Stärken profitieren.

KV WE 2017 Loccum

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