„Die Kirchenvorsteher sammeln im Gottesdienst die Kollekte ein. Manchmal lesen die was vor und zum Schluss sammeln sie am Ausgang noch mal.“

Stimmt! Das ist aber nicht alles.

Der Kirchenvorstand trifft sich mindestens einmal im Monat zu einer Sitzung, zu der die Mitglieder schriftlich vom 1. Vorsitzenden eingeladen werden. Es wird eine Tagesordnung mitgeschickt, die vom 1. Vorsitzenden und seiner Stellvertreterin ausgearbeitet wurde. Bei der KV-Sitzung geht es fast so zu wie bei einer Gemeinderatssitzung. Die einzelnen Tagesordnungspunkte werden vorgestellt und diskutiert. Es folgt die Abstimmung darüber. Über jede Sitzung wird ein Protokoll von unserer Schriftführerin gefertigt, das von zwei KV-Mitgliedern unterschrieben wird.

Einen Unterschied gibt es doch zu der politischen Gemeinde: Jede Sitzung beginnt mit einer Andacht und einem Gebet. Es ist uns wichtig, dass wir unsere Verantwortung der Kirchengemeinde gegenüber unter den Segen Gottes stellen. Jede Sitzung endet mit dem „Vater unser“.

Weil nicht jeder alles kann, gibt es Ausschüsse, unter anderen den Bauausschuss, den Finanzausschuss, den Friedhofsausschuss, den Ausschuss für Gottesdienste, usw. Es werden Personen in den Kirchenkreistag entsandt. Für unsere Kindergärten gehören einige dem Verbandsvorstand, dem Elternrat und dem Kuratorium an. Diese Ausschüsse tagen regelmäßig oder nach Bedarf. Die Mitglieder der Ausschüsse müssen nicht dem KV angehören.

Liebe Leser, Sie sehen, dass der KV einiges zu tun hat. Das ist aber gar nicht schlimm, denn die Kirchenvorsteher/innen helfen und unterstützen sich gegenseitig. Mir persönlich macht diese Aufgabe viel Freude. Ich kann jungen Menschen nur empfehlen, sich für die nächste KV-Wahl in fünf Jahren zur Wahl zu stellen und sich mit ihren Gaben und ihrer Persönlichkeit in den Dienst unserer Kirche zu stellen.

Ihre und Eure
Ute Tödtemann